Archiv für Juni 2007

Ein Anagramm meines Namens

Leiche Islam KZ

Gibt’s hier.

Wie man zur Mathematik stehen kann

[I]n Wahrheit sind es nämlich drei Aspekte, der Mathematikversteher, der Mathematikverehrer und der Mathematikverächter, aus denen sich jede Person zusammenschrauben lässt. Dem letzteren Aspekt kann man, dem ersteren muss man nicht helfen, aber der in der Mitte, der die Zahlen nicht begreift, aber vor ihrer Objektivierungsmacht in Ehrfurcht erstarrt und sie sich als Werkzeug zunutze machen will, muss bekämpft werden, denn andernfalls nimmt er die Pistolen, die er sich aus Statistik, Spucke und Dreistigkeit geschnitzt hat, und schiesst mit ihnen die Welt über den Haufen.

Bei der gebenedeiten Riesenmaschine gefunden.

U-Bahn-Psychologie

A: Ich find ihn ja voll nett, aber an sich mag ich es ja lieber, wenn jemand viele verschiedene Facetten hat und sich dadurch nicht so leicht in Schubladen stecken läßt.
B: Ja, aber ich finde, gerade dadurch, daß er so viele Phasen hat, kann man ihn auch wieder voll gut definieren, weißt du.
A: Ja, aber ich glaube, er steht sich dadurch auch selbst oft im Weg.
B: Ja, hmhmm.

Ich muß sagen, ich habe keine so große Angst vor drohendem Komplexitätsverlust und Entmenschlichung durch quantitative Psychologie und Hirnforschung.

Rostock und der Kitsch

Kitsch entsteht, wenn um der guten Sache willen gebetet, geknetet, gefastet, gebacken, gereimt, geschleimt, gedichtet, gefilmt, gesungen und geträumt wird und Kunstgebilde entstehen, die keinen Gedanken, keine Aufklärung, keine Einsicht und keinen Fortschritt befördern, sondern nur das ebenso wohlige wie trügerische Gefühl, dazuzugehören und dabeizusein, wenn die Guten tuten.

Gerhard Henschel: „Das Blöken der Lämmer – Die Linke und der Kitsch“, vergriffen

Ich möchte heute die Liste um „(Polizei-)autos anzünden“ erweitern und glaube nicht, dass ich damit jemandem unrecht tue.