Vom völligen Versagen

Wer sich gelegentlich zu dem Gedanken versucht findet, Religionskritik sei individuell gesehen pubertär und politisch gesehen ein Nebenschauplatz, und in hiesigen Breiten begegne einem christliche Religiosität ohnehin nur noch als halbwegs aufgeklärte, weichgespülte Mischung aus Sozialverband und Folkloreverein, der sollte Interviews mit Weihbischöfen lesen. Die ideologische Vollmeise ist nicht zu übersehen, sie ist groß, sehr groß, und sie tutet, aber dann wirds plötzlich pragmatisch:

Aber aus zwei Gründen muss die Kirche mit homosexuellen Neigungen viel vorsichtiger umgehen: Erstens, weil bei einem möglichen Fall des betreffenden Priesters der Schaden viel größer ist, wenn homosexuelle Beziehungen bekannt werden als bei der Beziehung eines Priesters zu einer Frau. Zweitens scheint die Wahrscheinlichkeit eines Versagens eine erheblich größere zu sein bei homosexuellen Neigungen.

Und das ist natürlich weder falsch noch beleidigend noch dumm, sondern vermutlich richtig und leicht zu erklären. Wer als Homosexueller das Verlangen verspürt, katholischer Priester zu werden, der kann auch ansonsten nicht alle Schweine im Rennen haben. Der Totalausfall ist dann nur eine Frage der Zeit.

Danke: GayWest.


1 Antwort auf “Vom völligen Versagen”


  1. 1 Die Senke 30. November 2007 um 21:59 Uhr

    Ich lach mich kaputt. Alle Schweine im Rennen…

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